Ohne die verlässliche Versorgung durch digitale Infrastrukturen gäbe es keine leistungsfähige deutsche Wirtschaft. Das ist das Fazit der Studie "The Global Information Technology Report 2013" des World Economic Forum (WEF), der Business School Insead und der Strategieberatung Booz, die jüngst Mitte April veröffentlicht wurde und die Ergebnisse der Digital Hub Studie vom Januar grundlegend bestätigen.
Auch diese Studie weist einen direkten Zusammenhang zwischen dem Digitalisierungsgrad eines Wirtschaftsraums und dem BIP- und Arbeitsplatzwachstum nach. Die Ausführungen in der Recherche des WEF beziehen sich nicht allein auf eine Metropolregion wie FrankfurtRheinMain als produktivsten Digital Hub in Europa, sondern auf die Entwicklungen in Deutschland insgesamt. Sie kommen dennoch zu dem Schluss, dass digitale Infrastrukturen rund neun Prozent zum BIP-Wachstum und acht Prozent zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in den deutschen Boom-Jahren 2010 und 2011 beitrugen.
Dennoch wird das Potenzial der digitalen Infrastrukturen bis dato nur unzureichend genutzt. "Wenn auf der Hannovermesse die 'Industrie 4.0' beworben wird, so trügt dies nicht darüber hinweg, dass diese in ihren heutigen Strukturen - wie die öffentlichen Verwaltungen auch - noch zu träge sind und die vorhandenen, digitalen Infrastrukturen kaum ausnutzen. Wenn die hiesigen Anbieter von Glasfasern das Vermarktungspotenzial bei Nutzern in Immobilien, die einen LTE-Funkmast tragen, nicht erkennen - so zeigt dies, welche Wegstrecke noch vor uns liegt, um international eine Pole-Position zu erhalten", sagt Frank P. Orlowski, Vorstand des Digital Hub FrankfurtRheinMain e.V.
"Zwar nimmt der Digital Hub Frankfurt eine führende Position in einer Vielzahl von internationalen Studien ein, trotz dieser Unterstützung kommt Deutschland beim Index des WEF damit nur auf Platz 13 der 144 untersuchten Staaten. Unter den TOP 10 Ländern sind u.a. die Länder in Skandinavien, die Niederlande, die Schweiz oder Großbritannien neben Singapur oder Südkorea, Staaten - die ihre attraktiven Digital Hubs generalstabsmäßig positionieren." kommentiert Peter Knapp, Vorstandsvorsitzender des Digital Hub FrankfurtRheinMain e.V., und ergänzt "Hochleistungsfähige Glasfaserinfrastrukturen in Städten und Gemeinden sowie eine nachhaltige Stromversorgungsqualität sind wie hoch moderne, leistungsfähige Rechenzentren die Faktoren, die digitale Dienstleistungen wie Cloud Computung über breitbandige Netze mit über 50 Megabit erst ermöglichen. Die Endgeräte beziehen ihre Programme und Inhalte immer mehr aus dem Netz. Wir brauchen eine verlässliche Stromqualität und vor allem mehr Glasfaser in Gewerbegebieten der Metropolregion Frankfurt, um diese Entwicklung auch aktiv im Wettbewerb der Regionen nutzen zu können."



